Das Projekt „Brise“

(Die Beiträge ordnen sich grob kalendarisch: ältere weiter unten, neue oben. Man liest also rückwärts in die Historie hinein.)


Heute war der Antennenhalter in der Post. Nicht irgendeiner, ich musste schon ziemlich danach suchen. Oben ist ein 3/8 Zollgewinnde drin für den Antennenstab. Und unten ist eine Buchse für PL-Stecker dran. Und alles sitzt auf einer Halterung, die ich an die Maststütze am Heck angeschraubt habe. Damit wirkt die ganze Stütze schon als Gegengewicht zum oben draufgeschraubten Strahler. Alles für das 80m-Band auf der Kurzwelle. So ist die Antenne schnell montiert, bzw. demontiert.

(1.6.26)


Sie stand seit über einem Jahr in der Garage so vor sich hin: die erste Solarzelle von der Drallen Deern. Sie musste damals zwei größeren weichen, um die solare Ausbeute kräftig steigern zu können. Und sie passt von den Maßen nirgendwo so richtig auf die „Brise“. Deshalb habe ich da ja die längliche Zelle gefunden, die genau auf die Backskiste achtern passt. Aber halt ein bisschen wenig, was da im Zweifel an Ampères fließt. Eher Milliampères. Deshalb, so dachte ich, können die alten 50W zusätzlich nicht schaden! Und wenn ich sie nur im Hafen aufstelle und sonst unter der Koje verschwinden lassen. Meist liegt die „Brise“ eh im Hafen und dann kann man die Kraft der Sonne ja ruhig nutzen. Und ich hatte noch eine wasserdichte, zweipolige Steckerverbindung liegen und zusätzlich lag da noch ein Kabel vom Vorgänger. Was lag also näher, als „mal eben“ anzuklemmen. Mit Gas-Lötkolben den Stecker verlötet, und dann fehlten mir zwei kleine Kabelstücke, um den Rest auch noch im „Schaltpanel“ zu verdrahten. Kommt morgen. Aber läuft trotzdem schon, weil ich erst mal „provisorisch“ mit zwei Klemmkabeln überbrückt habe. Und ein feiner Solarstrom fließt. Mal eben die bisherige Kapazität verdoppelt. So soll’s sein… (27.5.26)


Schon wieder gepönt! Neue Farbe vom Baumarkt geholt und gleich ausprobiert. Nicht mehr so dünn wie Wasser, besser streichbar also, und deckt auch gut in solidem Holz-Braun. Sieht ganz gut aus. Morgen kommen die Rückseiten dran und dann die restlichen kleinen Holzteile wie Handläufer und Co. (21.05.26)


(15.5.26) Grätings gepönt. Es ist ja nicht viel Holz am Boot, aber das wenige sollte dann doch gut imprägniert sein. Und so habe ich die Grätings der Plicht-Bänke heute mal imprägniert und darunter mal die GfK-Bänke geschrubbt, ehe ich sie wieder aufgelegt habe. Sieht gut aus!




Umbau nach Test – Törn:

(13.5.26) Plotter getauscht gegen einen Simrad Go9. Er ist 2 Zoll größer, leuchtet heller und vor allem hat er einen Touchscreen. Ferner habe ich auch den Geber für das im Simrad enthaltene Echolot getauscht. Der zeigt jetzt auch eine auf den Kiel anpassbare Tiefe an, und das durchgängig und sicher. Der bisherige Plotter KP-27X dient jetzt nur noch als AIS-Transponder und wurde nach innen verlegt. Nachdem noch ein Netzwerk-Kabel zusätzlich verbunden wurde, wird jetzt auf beiden Displays der AIS-Verkehr angezeigt.


(29.4.26) Für ein paar Euro passend bekommen, fast mehr als ein Provisorium: die durchsichtige Plane, die den Niedergang abdecken soll – wenn es mal regnet. Einfach über den Großbaum gelegt und mit ein paar Bändseln verzurrt, und schon kann man den Deckel wenigstens teilweise offen stehen lassen.

Jetzt ist auch das Großsegel gut geschützt unter der neuen Baum-Persenning. Im Sonderangebot und bei kleinster Größe im Angebotsbereich war sie unter 70 Euro zu bekommen und passt prima.

Zum Schlafen und gegen Erhitzung bei Sonne abgedunkelt mit den neuen Gardinen. So weit ist alles fertig, sogar einen Schlafsack habe ich mir von Bord aus eben noch bestellt. Mal sehen, wie das dann klappt mit Klamotten und Essens-Sachen und Getränken beim Test-Törn. Dann habe ich noch die Festmacher konfektioniert, die immer am Steg bleiben. Schließlich Selfie des zufriedenen Brise-Eigners!

Außenborder justiert

Wegen des negativen Spiegels der BRISE hatte der Motor noch eine leichte Neigung, stand also mit Schaft nicht genau senkrecht . Durch Unterlegen einer Leiste an der Motorhalterung habe ich das heute ausgeglichen.

Und dabei gleich die Ladeleistung des Motors erfolgreich getestet. Die Amperes fließen, wie sie sollen. Also auch motorseitig nun alles auslaufklar.

Und Dorit hat heute die letzten Gardinen in Blau bestückt, während ich eine Baumpersenning für das Großsegel bestellt habe. War gerade sehr günstig im Angebot…

Ladegerät gewechselt

Seltsamerweise hat das neue Ladegerät seinen Geist aufgegeben und war nicht wieder zum Leben zu erwecken. Also habe ich noch mal eines besorgt und heute (21.4.26) eingebaut. Es ist noch nicht befestigt, lädt aber schon, wie es soll.

Segelfertig!

Heute (21.4.26) war es endlich so weit: Segelfertig! Dazu musste die Rollgenua noch ins feste Vorstag eingezogen und aufgerollt werden. Sehr steif ist sie, wie neu. Und knistert gewaltig. War mit nur zwei Händen gar nicht so einfach, das Vorsegel bei Wind nach und nach eingefädelt zu bekommen. Aber es gelang und nun ist die BRISE segelfertig und auslaufklar.

Am 1. Mai starten wir zur Test-Tour, zusammen mit der Drallen Deern. Alle sind mächtig gespannt!

Baum und Großsegel

habe ich heute Abend (20.4.26) zur Brise gebracht und montiert. Da es aber ziemlich windig war, habe ich die Rollgenua noch nicht aufgezogen.


Gardinen

und Bodenbelag kommen nun in kontraststarkem Blau ins Spiel. Dorit hat nach den alten Gardinen als Muster neue genäht. Der Bodenbelag ist ein Rest der Schlafauflage, die nachts über die Kajütpolster gelegt werden. Tags liegen sie drunter. Derweil habe ich draußen die Flaggenstock-Halterung angeschraubt. Flagge und Stock sind noch auf dem Postweg.

Mast steiht!

(18.4.26) Wenn am Sonntagmorgen das Wetter sich nicht entscheiden kann, ob es regnen wird oder trocken bleibt bei stark bedecktem Himmel und niedrigen Temperaturen, dann ist es aber immerhin möglich, schon mal dies oder das am frisch ins Wasser beförderten Boot „noch mal eben“ zu erledigen. Langer Satz, zugegeben, aber heute eine kurze Entscheigung: Mast klarieren und – wenn möglich – stellen. Natürlich mit neuem Jütbaum.

Aber erstmal mussten Fallen und Wanten enttüdelt werden. Dann klar ausgelegt und – soweit möglich- schon mal am Rumpf befestigt. Schließlich soll der Mast stehenbleiben, wenn er mittels Jütbau und Talje in die Vertikale gewuppt wurde. Und das klappte auch. Natürlich hakte es erst hier und dann auch noch dort, musste manches klariert werden, aber alles stressfrei und aus dem Cockpit heraus. Ohne Platzwecksel mit Geschaukel. Nun steht er. Was noch verbessert werden muss: die Trommel der Rollfock muss noch tiefer gezogen werden können, damit der Mast auch wirklich senkrecht steht. Sonst hat er leichte Schräge nach achtern. Aber da sind ein wenig Gehirnschmalz und Bastelei vonnöten, und dann klappt das auch. Morgen…

Schwanenhälse an den vorderen Unterwanten helfen beim schnellen Mastlegen. Im zweiten Durchgang die Rollfock optimal am Jütbaum befestigt und als schnelle Sicherung einen „Klappnasenbolzen“ bestellt.



Kranfertig!

Alle Winterarbeiten und zusätzlicher Ausbau erst einmal erledigt. Nun kann der Kran kommen (morgen!). Trailer auf Beweglichkeit gecheckt, Reifen auf Luftdruck, Leinen bereit gelegt. An sechster Stelle wird die Brise morgen durch die Lüfte schweben und Wasserkontakt bekommen. Und danach werden wir erst mal checken, ob erstens der Motor anspringt (muss, denn kommt frisch aus Inspektion!) und zweitens der Liegeplatz tief genug ist – sonst die Alternative wählen. (17.4.26)

Jütbaum und Masthalter

(16.4.26) Heute konnte ich sie bei Schlosser Barkowski abholen: die von ihm in bester Weise gefertigten beiden Jütbaum-Hälften und die Mastablage für Heckmontage! Alles Anpassen hat sich gelohnt, denn ich konnte beides binnen weniger Minuten montieren. Mehr geht erst, wenn das Boot schwimmt und der Mast erstmalig gestellt werden soll.

Dann werde ich weiter berichten. Jetzt erst mal die nebenstehenden Fotos!





Luft muss rein…

… und auch raus. Aber Regen soll draußen bleiben. Weil der Deckenlüfter festgegammelt ist und nicht mehr zu öffnen ist, habe ich ein Loch samt Lüftungsgitter in das untere Steckschott gemacht.

Der Deckenlüfter kommt auch noch dran, denn dann kann man auch mal etwas auf Durchzug schalten. Aber wenn ich den jetzt mit schwerem Gerät angehe, dann wird er wohl abbrechen. Und dann ist da ein nicht verschließbares Loch in der Decke. Als erst mal Ersatz besorgen, dann die nächsten Schritte einleiten. (12.4.26)


Sonnenstrom…

lädt jetzt auch die Bordbatterie! Ich fand eine 50W-Solarzelle, die genau achtern quer auf die Backskiste am Heck passt. Heute war nun das Amperemeter in der Post und wurde von mir auch gleich eingeschleift. Als die Sonne dann ziemlich voll auf die Solarplatte schien, flossen auch gleich gut zwei Ampère in den LiPeFo-Akku. Auch die Ladeleistung der kleinen Lichtspule vom Außenborder wird hier angezeigt werden. Vermutlich wird dann der Anzeigebereich zu klein gewählt sein mit den 3 Ampère. Aber da es ja nur 2,98 Euro gekostet hat, werde ich mir dann auch noch eines bis 5 Ampère leisten können… (9.4.26)

Küche fast komplett

Zur „Küche“ der BRISE gehört der Gaskocher und das darunter befindliche Ausziehfach mit Stauraum für alles, was man zum Essen braucht. Also Teller, Schüssel, Becher, Besteck, Tücher und vieles Kleinzeug mehr. Dazu hatte ich das Staufach entnommen und daheim der Skipperin vorgelegt. Sie füllte es sinnvoll und so konnte ich es am zweiten Ostertag, kurz bevor die Tankstelle um high noon wieder die Preise aufstocken, noch eben wieder an Bord bringen. Die folgenden Fotos belegen das. Nur den Kocher muss ich noch auf seinem Platz festschrauben, denn er ist momentan noch sehr „beweglich“…


Manche haben nur Lust zum reinen Segeln. Andere müssen unbedingt einen Meter mehr Boot haben als der Nachbar. Für mich ist die Segelei ein Hobby mit vielen Seiten. Eigentlich ist mein (jeweiliges) Boot mehr ein Projekt. Es sollte beim Kauf eines ganz bestimmt nicht sein: fix und fertig.

Denn es macht mir der Ausbau von der Elektrik bis zum Jütbaum, von der Elektronik bis zum passenden Sonnensegel genauso viel Freude wie das Segeln selbst. An Bord ist immer auch viel Werkzeug und Material, um schon beim Törn etwas improvisieren zu können, was dann im Winter in eine gediegenere Form gebracht werden kann- oder einer besseren Idee weichen muss.

Bei der BRISE muss ich mir, anders als beim bisherrigen Plattbodenschiff „Dralle Deern“, keine Gedanken über die Toilettenanlage machen. Es passt kein Klo auf die BRISE. Die gute alte Pütz aus Vollgummi übernimmt wieder diesen Dienst. Vollgummi, weil man auf dem dicken, weichen Rand der Pütz nicht so schnell Rillen in den Mors bekommt. Und weil er einen stabilen Griff hat, der das Spülen über Bord bei Marschfahrt auch ab kann. Dafür ist optimale Nutzung des Stauraums auf einem so kleinen Boot angesagt, verbunden mit pfiffigen Ideen für dieses oder jenes.


Winterarbeiten:

  • Elektrik ganz neu
  • Elektronik installiert (Plotter mit Echolot und  AIS)
  • UKW-Seefunk angemeldet und installiert
  • Landstromanschluss installiert
  • Geber für Echolot durch Rumpf gesetzt
  • Neue klappbare Motorhalterung angebaut
  • Anderer, generalüberholter Außenborder besorgt
  • Mast und Fallen generalüberholt mit Antennenanbau
  • Jütbaum zum Mastlegen gebaut und installiert (ist noch in Arbeit)
  • Großschot neu

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