Arnis Tag 6

Und ab 1300h local time soll hier auf der Schlei eine große Regatta stattfinden. Start und Ziel fast bei uns vor dem Balkon. Wir sind gespannt…

Moin am Samstagmorgen! Noch sind Sonnenstrahlen zu sehen, aber die Prognose ist schlecht für die zweite Tageshälfte. Darum treffen wir uns gleich am Vormittag mit den Enkeln im „Barfußpark Schwackendorf“. Kennen wir auch noch nicht, aber ein interessantes Gelände, gerade auch für Kinder.

Ich werde berichten im Auftrag meiner Barfüße…


Arnis Tag 5

Zugegeben, dies Foto ist nicht von mir. Vielmehr von der Webseite des Schleswiger Stadtmuseums. Da wollen wir nämlich gleich mal hin. Aus zwei Gründen hauptsächlich: Erstens ist die Wetterprognose für Outdoor-Aktivitäten eher abträglich und zweitens ist heute der vorletzte Tag einer Fotografie-Ausstellung im Museum. Prämierte Naturfotografien. Sie sollen berühren und begeistern, mitunter auch erschrecken. Und die wollen wir uns dann auch mal anschauen. Zudem ist im Hause auch noch das „Café Friedrich“, wo man dann bei einem Pott Kaffee die Dinge nochmals im Herzen und mit Worten bewegen kann. Mehr also später an dieser Stelle…

Teil 2 vom Freitag

Nun sind wir heute einmal um die Schlei herumgefahren. Naja, fast jedenfalls. Nördlich von Arnis bis Schleswig, und südlich zurück über Rieseby, Winnemark und die kleine Seilfähre in Arnis. Eine schöne Tour, die bei besserem Wetter noch schöner sein könnte. Aber ich will nicht klagen. Regen war nur kurz, meist war es nur stark bedeckt und windig. Bevor wir aber losgefahren sind, haben wir noch das Kranen von zwei interessanten Segelbooten vom Balkon aus verfolgt. Hier der Film:


Und jetzt weiter zum Stadtmuseum Schleswig! Empfehlenswert! Besonders die von uns angepeilte und morgen schließende aktuelle Fotoausstellung:

Tolle Naturfotos! Echte Glücks-Schüsse und viele unter enormem zeitlichen und persönlichen wie technischem Aufwand eingefangene Fotos! Hier eine kleine Auswahl:



Auch sonst ist das Museum ein hübsches Ambiente. Unser VW-Ida-Navi hat uns grandios auf den Museumsparkplatz gelotst. Am Ende wurden die Wege immer schmaler, die Häuser immer kleiner und älter und wir dachten, irgendwo im Nirgendwo zu landen. Aber nichts da: genau auf dem Museusparkplatz kamen wir raus, und da war genau noch einer frei für uns!

Hübsch auch das „Café Friedrich“ (Vermutlich der Friedrich, nach dem dessen Stadtgründung Friedrichstadt genannt wurde), wo wir uns anschließend stärkten.

Jetzt hat die Werft Wochenende, alles ist ruhig, aber morgen soll hier eine Regatta stattfinden. Wir sind gespannt. Und die Enkel kommenn uns besuchen. Also gleich zwei Ereignisse, auf die wir freudig gespannt sind. Hier noch ein paar Fotos des Tages in einer Bilderschau (wenn’s mir gelingt...):

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Arnis Tag 4

Schönster Morgen bisher, das Wetter betreffend: sonnig und zunächst windstill. Frühstück auf Balkon wäre möglich gewesen. Aber hinterher mit einem Pott Tee draußen zu sitzen, das war schon schön. Unten bemühen sich zwei Werftleute um gerade gebaute Fingerstege, die sie passend machen und heute am großen Steg befestigen wollen. Und nachher geht dann auch noch das Segelboot am Kran mit seinen gut zwei Metern Tiefgang und mit stehendem, sehr hohen Mast zu Wasser. Ich bin gespannt.

Und wir bekommen heute Besuch. Vom Kanal. Genauer gesagt, vom NOK. Doris und Bernd sind da jedes Jahr für eine gewisse Zeit in einer FeWo mit Kanalblick, eine tolle Sache. Heute kriegen sie mal Schleiblick. Mal sehen, was außer viel Klönschnack dann Gemeinsames vorgenommen werden wird.

Kurzer Rückblick auf gestern Abend:


In unserer Conveniat-WhatsApp-Gruppe fanden sich gestern gleich spontan zwei Brüder im Geiste der Morsetelegrafie gefunden, die mit mir mal eine „Versuchssendung“ starten wollten. Das ist genau der Geist der Funkamateure, immer mal was aufzubauen und mit Gleichgesinnten zu testen und zu verbessern. Der Start auf dem 80m-Band war gut, aber nicht berauschend, was aber den lagen Tagen im Juni geschuldet war. Es war schlicht noch nicht dunkel genug für die Wellenausbreitung der langen Wellen. Wir konnten uns aber sicher verständigen. Dann haben wir gleich auch noch das 40m-Band getestet und da ging es ausgesprochen gut. Oder, wie wir sagen, mit „Bombensignal“.

Das lässt für heute Abend hoffen, wenn ich die Conveniat-Runde mit der Morsetaste zusammenrufen werden. Heute, noch vor dem Frühstück, habe ich aber erst mal den Antennendraht wieder etwas eingeholt, damit er keinem Werftkran im Wege hängt. Nach Feierabend hänge ich ihn dann wieder rüber zum Sonnensegel an der Kai-Kante…


Bericht am Abend

Besuch heute bei uns: Doris und Bernd, Kanal(an)steuerer seit vielen Jahren, kamen mal auf einen Schnack bei uns vorbei. Sie sind öfters in einer FeWo über dem Nord-Ostsee-Kanal mit Kanalblick, also nicht so ganz weit weg von uns. Wir haben schön geschnackt, Leckeres gegessen und – bei bestem Wetter – einen Gang durch Arnis und am Strand entlang gemacht. Und weil Bilder mehr erzählen als kunstvolle Worte, will ich mich kurz fassen und noch einige Fotos zur Schau stellen. Zunächst einmal eine Auswahl von Rosen. die an den Häusern der Langen Straße in Arnis blühen:






Und noch ein paar gemischte Fotos vom Nachmittag heute:

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Arnis Tag 3

All Morgen ist ganz frisch und neu…

Wenn man erstens wieder mal gut geschlafen hat (unter überlangen Bettdecken, wie die Ehefrau bemerkt) und dann die ersten Sonnenstrahlen das Schlafzimmer zu fluten beginnen – entgegen der Wetterprognose – dann beginnt wirklich ein neuer Urlaubstag! Zwar müssen wir die optimale Dosierung des Ostfriesentees für die kleinere Kanne noch weiter testen, aber „zu stark“ hat mir noch nie geschadet und Dorit verdünnt ihren Tee-Extrakt dann erst mal mit heißem Wasser. Drei Teelöffel sollten aber passen vom guten Thiele-Tee. Zuhause müssen es vier sein. Auch das ist Urlaub, mal den Tee anzupassen, oder?

Was steht heute auf dem Programm? Mich zieht es schon länger ins legendäre Süderbrarup. Warum auch immer – ich weiß es nicht. Vermutlich ist es nur der Name selbst, der mir so deftig nordfriesisch erscheint. Aber da gibt es auch mancherlei Geschäfte, Friseure (ich brauche keinen mehr) und überhaupt alles, was der Nordfriese und sein Feriengast so gebrauchen könnten. Also fahren wir mal hin, denn es liegt genau um die Ecke. Und die Dame des Hauses möchte gern mal nach Ulsnis. Da hatten die damals noch vier Freundinnen mal vor Jahrzehnten Zimmer gemietet, von wo aus sie mit der ersten Generation von E-Bikes die Schlei-Gegend erkundeten. Seit damals schwärmt Dorit von dieser Gegend, die inzwischen auch mich ganz in ihren Bann gezogen hat. Ich könnte fast eingestehen: die einzige Gegend, die mir fast so gut gefällt wie Schlickhäfen und Wattenmeer. Und das will schon was sagen. Also, macht Euch auf schöne Fotos gefasst, die hoffentlich im Laufe des Tages entstehen werden – wenn das Wetter weiter der Prognose widersteht. Jetzt ist es gerade neune, das Frühstück liegt eben hinter uns, und wir rüsten uns – ganz entspannt – auf Süderbrarup, Ulsnis und was da alles noch so kommen mag.

Danach muss ich mich dann um die Antenne für meine Kurzwellenstation kümmern. Morgen ist Donnerstag, und um 2100 Local Time muss ich die Conveniat-Runde einberufen und leiten. Auf 3562 Kilohertz und in Morsetelegrafie. Mit nur 5 Watt Sendeleistung, die sogar bis in die Schweiz reichen in der Regel. Antenne ist immer der Knackpunkt, denn für’s 80m-Band braucht man viel Draht, und den muss man möglichst hoch hängend und frei spannen. Und eine Erde braucht man auch. Aber ein Funker hat sowas immer im Blick, wie der Kettensäger die hohen Bäume. Am besten mal mit dem Werftboss schnacken, was geht und was nicht. Das beruhigt dann auch die Dame des Hauses, jedenfalls mehr als blinde Würfe meinerseits über Balkons, Bootkrane, Stege und Sonnendächer. Vorweg aber noch mal die ganze erste Strophe jenes schönen Liedes, mit dem ich als Zitat diesen Tag weiter oben begann:

"All Morgen ist ganz frisch und neu
des Herren Gnad und große Treu.
Sie hat kein End den langen Tag,
drauf jeder sich verlassen mag."


(Ev. Gesangbuch Nr. 440)
Unsere Ferienwohnung von Werfthof aus gesehen

Mittagsbericht

Ein Briefkasten. Aber nicht irgendeiner. Der von Lindaunis. An Efeu-Wand. Aus drei Entfernungen fotografiert. Habe ich vor ein paar Jahren schon mal so fotografiert, als wir mit dem „Butt“ fast daneben im Yachthafen von Lindaunis lagen. Schon damals war die kombinierte Eisenbahn- / Straßenbrücke außer Betrieb und mit dem Boot war es abenteuerlich, zu wenigen bestimmten Zeiten eine Passage zu bekommen. Deshalb lagen wir in Lindaunis und lauerten auf das, was sich in Sachen Brückenöffnung tat. Und dann nichts wie raus und durch. Und der Briefkasten sah damals schon so aus. Hier ein Blick über unser Auto auf den Yachthafen Lindaunis und auf die immer noch in Konstruktion befindliche Eisenbahn- /Straßenbrücke:

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Durch Lindaunis kamen wir, weil wir nach Ulsnis wollten. Aber die ehemalige Unterkunft der radelnden Freundinnen hat Dorit nicht wiedergefunden. Aber schöne Gegend dort. Nicht nur zu Wasser. Auch mit Rad, Mopped, Roller oder sogar Auto, wenn man die schleinahen kleinen Straßen entlangfährt, meist mit Blick auf die Schlei, weil sie etwas höher liegen. Überhaupt „höher“: die Gegend hier ist hübsch hügelig und damit voll hyggelig, um es Dänisch auszudrücken! Radfahrer ohne E-Unterstützung haben es schwer. Jedenfalls hügelaufwärts. „Zu Berg“, wie es in der Binnenschifffahrt heißt. Aber für eine Rollertour wäre das hier eine tolle Gegend. Man muss nur erst mal herkommen. Wie mit dem Boot.

Von Ulsnis trieb es uns ins naheliegende Süderbrarup. Da gibt es Apotheken und Friseure und alles, was man auf den Dörfern nicht hat. Warum ich da unbedingt mal hin wollte? Hat mit Werner zu tun. Nein, nicht mit Bestmann Werner von der Brise. Von der Comic-Figur Werner. Der beschreibt nämlich in einem der Bücher /Filme ein Fußballspiel zwischen „Holzbein Kiel“ und – ich meine – „Süderbrarup„. Seine Spielkommentare sind unübertroffen witzig und Highlights meiner Erinnerungen, jedenfalls, was Comics betrifft. Ansonsten schien mir Süderbrarup, an einer Hauptstreaße gelegen, als Ort nicht gerade das Highlight des Nordens zu sein. Aber, wie gesagt, es gibt dort (fast) alles, was nicht nur der Nordfriese zum Alltagsleben benötigt.

Also hielten wir auf dem Rückweg noch mal bei der völlig neu gemachten Mühle in der Nähe von Lindaunis. Ein echtes Prachtstück. Leider regnete es da gerade und ich habe, den Sturzfluten trotzend, nur eben schnell ein paar schnelle Schnappschüsse tätigen können. Die folgen jetzt hier:


Nachmittags-Log



„Schleiperle“

Dieses Café auf Stelzen in Blau/Weiß ist in der ganzen Gegend bekannt und an Sommer-Wochenenden knallvoll. Heute waren noch etliche Plätze frei. Von unserer FeWo nur 150m entfernt, haben wir uns heute mal in einer Regenpause hinüberbegeben zu einem feinen Stück Kuchen plus Milchkaffee. Durchs Fenster sahen wir auf unsere FeWo im Hintergrund und konnte all die Boote, die wir von dort aus sehen, mal von der anderen Seite betrachten.

Heute ist wieder „friesisches Wetter“, wie wir es von den „Friese Meren“ in der Provinz Friesland der Niederlande kennen: viel Wind, mal mit Sonne, mal mit einem Schauer verstärkt. Nichts Aufregendes beim Segeln, aber man muss immer auf dem Sprung sein.

Im Café aber ist es schiet-egal…


Abend-Log



Kurzwelle einsatzklar gemacht

Als es gegen fünfe langsam still wurde auf dem Werftgelände, keine Fahrzeuge mehr bewegt wurden und auch die privaten Yachteigner nach Maststellen und Rumpfpolieren schließlich sich einen Feierabend gönnten, da konnte ich aktiv werden. Wenn nicht so viele schauen, dann kommen auch weniger Fragen (oder gar Einwände) und wenn erst alles verspannt ist, dann sieht man es auch nur, wenn man einen Blick dafür hat. In jedem Fall konnte ich meinen Antennendraht, gespannt durch eine 8m lange Angelrute, so aufhängen, dass nichts und niemand dadurch behindert würde. Dann das kleine Kurzwellenfunkgerät samt Zubehör auf den Balkontisch gebaut und verkabelt und los ging’s. Alle Bänder bekomme ich in Resonanz und morgen Abend lauert dann die Conveniat-Runde auf mein Signal (Conveniat, das sind Funkamateure im kirchlichen Dienst).

Arnis Tag 2

Der Tag begann nach ruhiger Nacht in feinen Betten mit Sturm und Regen. Wie vorhergesagt. Jetzt, gegen Mittag, hat sich die Sonne wieder durchgekämpft und es macht schon wieder Freude, vom kleinen Balkon aus das Werft-Geschehen unter uns zu beobachten. Man ist quasi mitten drin, leicht drüber. Das ist Urlaub nach meiner Facon! Muss jetzt aber erst mal Schluss machen, da die Chefin eben Aufbruch in Richtung Kappeln vorgeschlagen hat: Ein paar Schritte dort laufen, dann im Lieblings-Bistro zu Mittag speisen und anschließend ein paar Dinge einkaufen. Das klingt nach einem guten Plan. Mehr nachher… Jetzt fahre ich erst mal den Laptop runter (der mir eben Kopfzerbrechen bereitete, weil er nicht starten wollte. Aber KI im Internet fand die Lösung….).

Bis später dann…


Weiter am Nachmittag…

Der Fischer an der Klappbrücke in Kappeln

Park-App lohnt. Kappeln hat auch Anfang Juni schon ordentlich Touristenverkehr. Viele mit Rad, aber auch viele mit Auto. Und da wollen die wenigen Parkplätze auch gut verwaltet sein. Ich fand schnell heraus, dass man neben Kleingeldwühlen an den Parkautomatensäulen, deren Bedienung oft auch halb im Dunkeln verblieb, eine weit bessere Lösung in Angebot hat: „Easy Park“. Eine App. Runterladen, seine Kontoverbindung angeben und das eigene Auto samt Kennzeichen dort identifizieren. Und dann wird’s richtig bequem: die App erkennt den Parkplatz und fragt, wie lange man dort parken möchte. Mit dem Finger fährt man um eine Uhr herum, bis die geschätzte Zeit eingestellt ist. Dann „Enter“ und los geht’s. Man kann beliebig von wo auch immer verlängern oder auch verkürzen. Und bekommt man die Parkgebühr angezeigt und das Geld wird abgebucht. Da ich eh nie passendes Bargeld bei mir trage ist das genau meine Technik. Und wir haben sie jetzt an wenig mehr als einem Tag in Kappeln schon dreimal anwenden können. Also am zweiten Urlaubstag wieder was gelernt. Es wird Zeit für ein paar mehr Fotos:

Beim Rundgang um Arnis habe ich auch eine gepflegte Leisure 17 entdeckt!
Heute mal etwas schlichter in Arnis: Fisch in Stangenform frittiert. Hatte schon Besseres auf dem Teller, aber der Urlaub beginnt ja auch erst…

Zentrum von Arnis, von der Schlei her gesehen: Fischlokal vor Kirche.

Und hier eine schöne Bilderschau vom Abendspaziergang am Strand von Arnis und zur Schifferkirche:

Arnis Tag 1

„Bin Laden!“ hätte ich auch rufen können, aber wir haben uns dann heute früh zum gemeinsamen Laden unseres ID. 3 bei REWE in Ritterhude entschieden. Denn in der halben Stunde bis 100% der Akku-Kapazität (macht man ja nur, wenn es über längere Strecken gehen soll, sonst ist 80% max für die Batterie gesünder auf Dauer) haben wir uns beim Bäcker ein kleines Frühstück gegönnt.

Vorher waren wir nur knapp unserer Baustelle daheim entronnen, aber mit Hilfe des kreativen Poliers konnten Bagger und andere Großgeräte noch mal so verfahren werden, dass wir erstens vor der Haustür einladen und zweitens auf der falschen Seite der Baustelle ausfahren konnten. Fing also etwas abenteuerlich an, aber hat geklappt! Und die Akkukapazität reichte locker bis an die Schlei, da waren sogar noch knapp hundert Reservekilometer auf der Uhr. Und wir fanden auch gleich eine passende Lademöglichkeit und während dort der Akku dann wieder auf die normalen 80% geladen wurde, haben wir uns eine Viertelstunde die Füße auf der Ancker-Yachting Werft hinter PENNY mal vertreten. Segelboote en masse, viele auch (noch) an Land, und sehr viele mit Kieltiefen um die zwei Meter! Da graust es den Wattensegler…

In der Alten Schmiede genossen wir dann vom Hausfischer selbst gefangene Flundern, holten nach vierzehn Uhr den Schlüssel für die Ferienwohnung ab und machten uns auf den Weg nach Arnis. Arnis ist die kleinste Stadt Deutschlands und besteht wesentlich nur aus einer langen Straßen, die natürlich auch Lange Straße heißt. Viele kleine Häuser säumen sie und am Ende steht die Schifferkirche. Die werden wir uns morgen mal anschauen. Früher muss das hier mal richtig urig gewesen sein, aber immer mehr der hübschen, kleinen Häuschen wurden an Fremde oder Firmen verkauft und sind nicht ständig bewohnt. Ziemlich ungepflegt sieht es deshalb auch im Umfeld dieser einstmals urig-kleinen Hütten auch aus. Schade. Aber bei einigen anderen kann man noch sehen, wie hübsch die ganze Lange Straße mal gewesen sein muss. Und ringsum fast überall Wasser. Vorn und hinten Wassersport, Werften und Yachthafen. Für einen Segler gibt es immer was zu sehen!

Jetzt machen wir erst mal Pause in der hübschen, hellen und modern eingerichteten Ferienwohnung mit dem schönen Namen „Lee“. Ein wunderbarer Blick über Werft und Schlei ist eigentlich gar nicht zu bezahlen, und wie es aussieht werde ich auch einen Kurzwellendraht spannen können. Denn spätestens am Donnerstagabend muss ich ja wieder die Conveniat-Morsetelegrafie-Runde rufen und leiten – wie jeden Donnerstag. Und egal, wo ich gerade bin. Von hier also mit kleiner Leistung und abgspecktem Gerät. Aber für Morsesignale auf Kurzwelle braucht es nicht viel, freilich gute Ohren und ein paar fitte Gehirnzellen dazwischen. Hier noch ein paar Fotos von heute und dann packe ich erst mal Koffer und Taschen aus – und lege die Beine einen Moment hoch…


Aber wo ist die „Brise„?

Kurze Antwort: Daheim am ESV-Anleger. Eigentlich wollten wir sie hochtrailern (ich habe an anderer Stelle davon erzählt), aber der Aufwand war am Ende zu groß, zeitlich wie organisatorisch und auch finanziell. 4x Kranen (der Trailer hat noch keine Rungen zum einfachen Slippen) wird teuer. Unser ID. 3 hat keine Hängerkupplung, also hätte jemand anders mit seinem Auto das Boot hier hochtrailern und auch wieder abholen müssen. Und dann wäre hier auch noch Liegegeld zu zahlen neben der ganzen Riggerei. Und wenn man dann bedenkt, dass vielleicht kein Segelwetter ist, dann wäre das sehr viel, zu viel Aufwand für die ganze Sache. Also bleibt sie daheim. Und wenn wir zurück sind, dann plane ich neue Törns – zeitnah – mit der „Brise“.