Beim Folkeboot fällt auf, dass beim Kranen an einem einzigen, zentralen Punkt angepickt und hochgezogen wird. Es hängt dabei voll in der Waage. Erstaunlich, wenn man bedenkt, welche Kräfte da an dem Punkt zerren bei einem Vollholzschiff mit fettem Blei im Kiel!
Und dann dieser Kran: Er ist nicht abgespannt zu den Seiten, hat große Auslage und kann viele Tonnen heben, ohne umzukippen. Wie tief wohl sein Fundament liegt?! Er gleicht dem Baum der Bibel, der fest verwurzelt ist und allen Stürmen des Lebens wacker standhält.
Montagmorgen, halb neun. Die zweite Woche unseres Urlaubs ist angebrochen. Und der Tag startet gleich mit zwei interessanten Boots-Kranungen. Zunächst ein klassiches Folkeboot, danach eine ebenso klassische Vindö.
Beide Langkieler, beides Boote der Ostsee und hier sehr verbreitet, vor allem das Folkeboot.
Danach die Vindö. Die kam, vom Trecker gezogen, auf einem Standard-Gestell aufgebockt. Sehr durchdachtes System. das schnelles Kranen und unkomplizierte Abläufe ermöglicht. Wichtig, wenn in Stoßzeiten alle ins Wasser oder wieder raus wollen.
Ostseeboote haben wie dieses Folkeboot alle eine ziemlich tiefen Kiel. Hier ist eben keine Tide und tiefes Wasser. Beim Folkeboot ist der Mast dann auch noch durchs Deck gesteckt bis runter in den Kiel. Solide, aber definitiv nichts für Leute wie mich, die ständig den Mast legen und wieder stellen müssen. Dafür gibt es keine Jütt. Dafür ist das Folkeboot so steif, dass es nie gerefft wird. Immer mit Vollzeug segeln, das kann auch nicht jeder…
Heute ist Sonntag. Und immer noch suboptimales Wetter. Aber, wie so oft im Leben: es könnte alles noch sehr viel schlimmer kommen und schlimm ist hier im Urlaub wirklich gar nichts! Und weil Sonntag ist, gibt es erst einmal eine Kirche zu sehen. Die Schifferkirche von Arnis. Sehenswert. Leider ist da heute kein Gottesdienst, aber immerhin wird sie noch regelmäßig „bespielt“. Einmal im Monat findet ein Gottesdienst statt.
In der Kirche wie auch hier in der FeWo wartet man meist auf das „Licht von oben“ . Damit es hell und warm wird im Leben. Gegen zu viel irdisches Licht wappnen wir uns mit Sonnenbrille und -creme. Zuviel göttliches Licht indes kann man kaum bekommen. Die Mitmenschen, die wir als „verstrahlt“ empfinden, haben sich meist an anderen Ersatzlichtern angesteckt.
So, genug davon. Kein Wort zum Sonntag. Nur ein wenig Staubsaugen (muss auch mal sein, notfalls auch am Sonntagmorgen in der FeWo), einen heißen Ostfriesentee und dann geht’s auch bald los zur FeWo der Enkel nach Maasholm. Ein hübscher Ort. Das Gegenstück zu Olpenitz, früher ein Marinehafen, jetzt grausiges „Ferien-Resort“ auf der gegenüberliegenden Schleiseite (müsste „Schwansen“ sein, denn wir sind hier in „Angeln“ ).
Mein besonderer Sonntagsgruß gilt heute meinem Seenotretter-Kameraden Horst und meiner lieben Nachbarin Ursel (sie hat mir hier noch gar keinen Gruß gesendet- ich werde langsam unruhig, Ursel!). Und hier noch eben zwei Fotos von Maasholm und Olpenitz:
Historische DGzRS-Station im alten Fischerort Maasholm direkt neben dem Hafen
Ferien-Resort Olpenitz, einstmals seit 1959 ein Marine-Hafen. Der Seenotrettungskreuzer der DGzRS wurde von Olpenitz nach Maasholm verlegt.
Ein halber Tag in Maasholm
Das Wetter ist heute echt extrem. Von harten Schauern bis zum Sonnenstrahl. Von fast Flaute bis zu steifen Böen – alles ist heute dabei. Aprilwetter im Juni. Aber das hat uns nicht daran gehindert, Schwiegertochter und Enkelkinder in deren FeWo in Maasholm zu besuchen, einen Gang rund Maasholm zu tun und bei Imbiss am Hafen kräftig zuzuschlagen. Hier ein paar Fotos:
Und ab 1300h local time soll hier auf der Schlei eine große Regatta stattfinden. Start und Ziel fast bei uns vor dem Balkon. Wir sind gespannt…
Moin am Samstagmorgen! Noch sind Sonnenstrahlen zu sehen, aber die Prognose ist schlecht für die zweite Tageshälfte. Darum treffen wir uns gleich am Vormittag mit den Enkeln im „Barfußpark Schwackendorf“. Kennen wir auch noch nicht, aber ein interessantes Gelände, gerade auch für Kinder.
Ich werde berichten im Auftrag meiner Barfüße…
Moment, Horst, es geht gleich weiter… bin am Tippen…. es dauert noch etwas…
Blick zurück am Abend
Fühlen – mit allen Sinnen. Schönes Angebot für alle Altersgruppen
Die Einfahrt zum „Barfußpark“ in Schwackendorf nördlich von Kappeln muss man erst mal finden. Wir sind jedenfalls erst mal vorbeigefahren. Der zweite Anlauf klappte dann besser und wir fuhren in einem Weg zwischen einem alten Speicher (links) und einem seelenlosen neuen Speicher (rechts) auf das Gelände des Parks:
Dann aber, nach mit sieben Euro erschwinglichem Eintrittsgeld, betrat man dann ein weitläufiges, sehr gepflegtes Gelände. Eine Mischung zwischen Naturerlebnis-Pfad, Kuscheltier-Zoo und Freizeitangebot mit Grill- und Spielplätzen. Nicht nur die bloßen Füße waren gefragt, auch der Tastsinn der Finger, der Gleichgewichtssinn und der Entdecker-Trieb beim Aufstöbern von „Goldkörnern“ am Strand. Wer fünf von denen fand, konnte sie am Ausgang gegen eine kleine Leckerei eintauschen. Ich hatte zwar gar nicht gesucht, sondern nur fotografiert, bekam von der netten Dame aber auch ein Leckerli geschenkt. Die Enkel waren jedenfalls voll beschäftigt und begeistert dabei. Und nebenbei lernten sie noch, was eine „Streuobstwiese“ ist und wie es sich anfühlt, über Glasscherben (mit gerundeten Kanten) zu laufen. Am Ende waren Bänke und Wasserschläuche, wie man sie auch auf Neuwerk findet, wo sich die Wattwanderer den Schlick von den Füßen spülen. Unterm Strich also: Empfehlenswert!
Highlight Nr. 2 fiel leider aus: die Segelregatta auf der Schlei. Es war zu stürmisch, und heftige Böen fegten in unregelmäßigen Abständen übers Wasser. Schade. Denn wir saßen alle in der Strandhalle beim Essen- mit tollem Blick auf die Regattabahnen. Blieb nur das tolle Essen. Empfehlenswert die Fischsuppe, die ich mir heute gönnte. Die Enkel hatten ihren Spaß daran, ihre Jacken mal verkehrt herum anzuziehen, mit Kapuzen vor dem Gesicht und ließen sich vertrauensvoll von Mama und Oma an der Hand zurück führen:
So, und zum Schluss noch ein paar Fotos aus dem Barfuß-Park. Und abends, um das nicht zu vergessen, waren wir noch mal in Kappeln bei der Ladesäule bei Penny. Und während das Auto sich den Akku vollsog, haben wir noch mal einen Spaziergang durch Downtown- Kappeln gemacht. Und morgen machen wir den Gegenbesuch bei den Enkeln – in Maasholm. Dann gibt es Maasholm-Fotos!
Zugegeben, dies Foto ist nicht von mir. Vielmehr von der Webseite des Schleswiger Stadtmuseums. Da wollen wir nämlich gleich mal hin. Aus zwei Gründen hauptsächlich: Erstens ist die Wetterprognose für Outdoor-Aktivitäten eher abträglich und zweitens ist heute der vorletzte Tag einer Fotografie-Ausstellung im Museum. Prämierte Naturfotografien. Sie sollen berühren und begeistern, mitunter auch erschrecken. Und die wollen wir uns dann auch mal anschauen. Zudem ist im Hause auch noch das „Café Friedrich“, wo man dann bei einem Pott Kaffee die Dinge nochmals im Herzen und mit Worten bewegen kann. Mehr also später an dieser Stelle…
Teil 2 vom Freitag
Nun sind wir heute einmal um die Schlei herumgefahren. Naja, fast jedenfalls. Nördlich von Arnis bis Schleswig, und südlich zurück über Rieseby, Winnemark und die kleine Seilfähre in Arnis. Eine schöne Tour, die bei besserem Wetter noch schöner sein könnte. Aber ich will nicht klagen. Regen war nur kurz, meist war es nur stark bedeckt und windig. Bevor wir aber losgefahren sind, haben wir noch das Kranen von zwei interessanten Segelbooten vom Balkon aus verfolgt. Hier der Film:
Und jetzt weiter zum Stadtmuseum Schleswig! Empfehlenswert! Besonders die von uns angepeilte und morgen schließende aktuelle Fotoausstellung:
Tolle Naturfotos! Echte Glücks-Schüsse und viele unter enormem zeitlichen und persönlichen wie technischem Aufwand eingefangene Fotos! Hier eine kleine Auswahl:
Auch sonst ist das Museum ein hübsches Ambiente. Unser VW-Ida-Navi hat uns grandios auf den Museumsparkplatz gelotst. Am Ende wurden die Wege immer schmaler, die Häuser immer kleiner und älter und wir dachten, irgendwo im Nirgendwo zu landen. Aber nichts da: genau auf dem Museusparkplatz kamen wir raus, und da war genau noch einer frei für uns!
Hübsch auch das „Café Friedrich“ (Vermutlich der Friedrich, nach dem dessen Stadtgründung Friedrichstadt genannt wurde), wo wir uns anschließend stärkten.
Jetzt hat die Werft Wochenende, alles ist ruhig, aber morgen soll hier eine Regatta stattfinden. Wir sind gespannt. Und die Enkel kommenn uns besuchen. Also gleich zwei Ereignisse, auf die wir freudig gespannt sind. Hier noch ein paar Fotos des Tages in einer Bilderschau (wenn’s mir gelingt...):
Schönster Morgen bisher, das Wetter betreffend: sonnig und zunächst windstill. Frühstück auf Balkon wäre möglich gewesen. Aber hinterher mit einem Pott Tee draußen zu sitzen, das war schon schön. Unten bemühen sich zwei Werftleute um gerade gebaute Fingerstege, die sie passend machen und heute am großen Steg befestigen wollen. Und nachher geht dann auch noch das Segelboot am Kran mit seinen gut zwei Metern Tiefgang und mit stehendem, sehr hohen Mast zu Wasser. Ich bin gespannt.
Und wir bekommen heute Besuch. Vom Kanal. Genauer gesagt, vom NOK. Doris und Bernd sind da jedes Jahr für eine gewisse Zeit in einer FeWo mit Kanalblick, eine tolle Sache. Heute kriegen sie mal Schleiblick. Mal sehen, was außer viel Klönschnack dann Gemeinsames vorgenommen werden wird.
Kurzer Rückblick auf gestern Abend:
In unserer Conveniat-WhatsApp-Gruppe fanden sich gestern gleich spontan zwei Brüder im Geiste der Morsetelegrafie gefunden, die mit mir mal eine „Versuchssendung“ starten wollten. Das ist genau der Geist der Funkamateure, immer mal was aufzubauen und mit Gleichgesinnten zu testen und zu verbessern. Der Start auf dem 80m-Band war gut, aber nicht berauschend, was aber den lagen Tagen im Juni geschuldet war. Es war schlicht noch nicht dunkel genug für die Wellenausbreitung der langen Wellen. Wir konnten uns aber sicher verständigen. Dann haben wir gleich auch noch das 40m-Band getestet und da ging es ausgesprochen gut. Oder, wie wir sagen, mit „Bombensignal“.
Das lässt für heute Abend hoffen, wenn ich die Conveniat-Runde mit der Morsetaste zusammenrufen werden. Heute, noch vor dem Frühstück, habe ich aber erst mal den Antennendraht wieder etwas eingeholt, damit er keinem Werftkran im Wege hängt. Nach Feierabend hänge ich ihn dann wieder rüber zum Sonnensegel an der Kai-Kante…
Bericht am Abend
Besuch heute bei uns: Doris und Bernd, Kanal(an)steuerer seit vielen Jahren, kamen mal auf einen Schnack bei uns vorbei. Sie sind öfters in einer FeWo über dem Nord-Ostsee-Kanal mit Kanalblick, also nicht so ganz weit weg von uns. Wir haben schön geschnackt, Leckeres gegessen und – bei bestem Wetter – einen Gang durch Arnis und am Strand entlang gemacht. Und weil Bilder mehr erzählen als kunstvolle Worte, will ich mich kurz fassen und noch einige Fotos zur Schau stellen. Zunächst einmal eine Auswahl von Rosen. die an den Häusern der Langen Straße in Arnis blühen:
Und noch ein paar gemischte Fotos vom Nachmittag heute:
Wenn man erstens wieder mal gut geschlafen hat (unter überlangen Bettdecken, wie die Ehefrau bemerkt) und dann die ersten Sonnenstrahlen das Schlafzimmer zu fluten beginnen – entgegen der Wetterprognose – dann beginnt wirklich ein neuer Urlaubstag! Zwar müssen wir die optimale Dosierung des Ostfriesentees für die kleinere Kanne noch weiter testen, aber „zu stark“ hat mir noch nie geschadet und Dorit verdünnt ihren Tee-Extrakt dann erst mal mit heißem Wasser. Drei Teelöffel sollten aber passen vom guten Thiele-Tee. Zuhause müssen es vier sein. Auch das ist Urlaub, mal den Tee anzupassen, oder?
Was steht heute auf dem Programm? Mich zieht es schon länger ins legendäre Süderbrarup. Warum auch immer – ich weiß es nicht. Vermutlich ist es nur der Name selbst, der mir so deftig nordfriesisch erscheint. Aber da gibt es auch mancherlei Geschäfte, Friseure (ich brauche keinen mehr) und überhaupt alles, was der Nordfriese und sein Feriengast so gebrauchen könnten. Also fahren wir mal hin, denn es liegt genau um die Ecke. Und die Dame des Hauses möchte gern mal nach Ulsnis. Da hatten die damals noch vier Freundinnen mal vor Jahrzehnten Zimmer gemietet, von wo aus sie mit der ersten Generation von E-Bikes die Schlei-Gegend erkundeten. Seit damals schwärmt Dorit von dieser Gegend, die inzwischen auch mich ganz in ihren Bann gezogen hat. Ich könnte fast eingestehen: die einzige Gegend, die mir fast so gut gefällt wie Schlickhäfen und Wattenmeer. Und das will schon was sagen. Also, macht Euch auf schöne Fotos gefasst, die hoffentlich im Laufe des Tages entstehen werden – wenn das Wetter weiter der Prognose widersteht. Jetzt ist es gerade neune, das Frühstück liegt eben hinter uns, und wir rüsten uns – ganz entspannt – auf Süderbrarup, Ulsnis und was da alles noch so kommen mag.
Danach muss ich mich dann um die Antenne für meine Kurzwellenstation kümmern. Morgen ist Donnerstag, und um 2100 Local Time muss ich die Conveniat-Runde einberufen und leiten. Auf 3562 Kilohertz und in Morsetelegrafie. Mit nur 5 Watt Sendeleistung, die sogar bis in die Schweiz reichen in der Regel. Antenne ist immer der Knackpunkt, denn für’s 80m-Band braucht man viel Draht, und den muss man möglichst hoch hängend und frei spannen. Und eine Erde braucht man auch. Aber ein Funker hat sowas immer im Blick, wie der Kettensäger die hohen Bäume. Am besten mal mit dem Werftboss schnacken, was geht und was nicht. Das beruhigt dann auch die Dame des Hauses, jedenfalls mehr als blinde Würfe meinerseits über Balkons, Bootkrane, Stege und Sonnendächer. Vorweg aber noch mal die ganze erste Strophe jenes schönen Liedes, mit dem ich als Zitat diesen Tag weiter oben begann:
"All Morgen ist ganz frisch und neu des Herren Gnad und große Treu. Sie hat kein End den langen Tag, drauf jeder sich verlassen mag."
(Ev. Gesangbuch Nr. 440)
Unsere Ferienwohnung von Werfthof aus gesehen
Mittagsbericht
Ein Briefkasten. Aber nicht irgendeiner. Der von Lindaunis. An Efeu-Wand. Aus drei Entfernungen fotografiert. Habe ich vor ein paar Jahren schon mal so fotografiert, als wir mit dem „Butt“ fast daneben im Yachthafen von Lindaunis lagen. Schon damals war die kombinierte Eisenbahn- / Straßenbrücke außer Betrieb und mit dem Boot war es abenteuerlich, zu wenigen bestimmten Zeiten eine Passage zu bekommen. Deshalb lagen wir in Lindaunis und lauerten auf das, was sich in Sachen Brückenöffnung tat. Und dann nichts wie raus und durch. Und der Briefkasten sah damals schon so aus. Hier ein Blick über unser Auto auf den Yachthafen Lindaunis und auf die immer noch in Konstruktion befindliche Eisenbahn- /Straßenbrücke:
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Durch Lindaunis kamen wir, weil wir nach Ulsnis wollten. Aber die ehemalige Unterkunft der radelnden Freundinnen hat Dorit nicht wiedergefunden. Aber schöne Gegend dort. Nicht nur zu Wasser. Auch mit Rad, Mopped, Roller oder sogar Auto, wenn man die schleinahen kleinen Straßen entlangfährt, meist mit Blick auf die Schlei, weil sie etwas höher liegen. Überhaupt „höher“: die Gegend hier ist hübsch hügelig und damit voll hyggelig, um es Dänisch auszudrücken! Radfahrer ohne E-Unterstützung haben es schwer. Jedenfalls hügelaufwärts. „Zu Berg“, wie es in der Binnenschifffahrt heißt. Aber für eine Rollertour wäre das hier eine tolle Gegend. Man muss nur erst mal herkommen. Wie mit dem Boot.
Von Ulsnis trieb es uns ins naheliegende Süderbrarup. Da gibt es Apotheken und Friseure und alles, was man auf den Dörfern nicht hat. Warum ich da unbedingt mal hin wollte? Hat mit Werner zu tun. Nein, nicht mit Bestmann Werner von der Brise. Von der Comic-Figur Werner. Der beschreibt nämlich in einem der Bücher /Filme ein Fußballspiel zwischen „Holzbein Kiel“ und – ich meine – „Süderbrarup„. Seine Spielkommentare sind unübertroffen witzig und Highlights meiner Erinnerungen, jedenfalls, was Comics betrifft. Ansonsten schien mir Süderbrarup, an einer Hauptstreaße gelegen, als Ort nicht gerade das Highlight des Nordens zu sein. Aber, wie gesagt, es gibt dort (fast) alles, was nicht nur der Nordfriese zum Alltagsleben benötigt.
Also hielten wir auf dem Rückweg noch mal bei der völlig neu gemachten Mühle in der Nähe von Lindaunis. Ein echtes Prachtstück. Leider regnete es da gerade und ich habe, den Sturzfluten trotzend, nur eben schnell ein paar schnelle Schnappschüsse tätigen können. Die folgen jetzt hier:
Nachmittags-Log
„Schleiperle“
Dieses Café auf Stelzen in Blau/Weiß ist in der ganzen Gegend bekannt und an Sommer-Wochenenden knallvoll. Heute waren noch etliche Plätze frei. Von unserer FeWo nur 150m entfernt, haben wir uns heute mal in einer Regenpause hinüberbegeben zu einem feinen Stück Kuchen plus Milchkaffee. Durchs Fenster sahen wir auf unsere FeWo im Hintergrund und konnte all die Boote, die wir von dort aus sehen, mal von der anderen Seite betrachten.
Heute ist wieder „friesisches Wetter“, wie wir es von den „Friese Meren“ in der Provinz Friesland der Niederlande kennen: viel Wind, mal mit Sonne, mal mit einem Schauer verstärkt. Nichts Aufregendes beim Segeln, aber man muss immer auf dem Sprung sein.
Im Café aber ist es schiet-egal…
Abend-Log
Kurzwelle einsatzklar gemacht
Als es gegen fünfe langsam still wurde auf dem Werftgelände, keine Fahrzeuge mehr bewegt wurden und auch die privaten Yachteigner nach Maststellen und Rumpfpolieren schließlich sich einen Feierabend gönnten, da konnte ich aktiv werden. Wenn nicht so viele schauen, dann kommen auch weniger Fragen (oder gar Einwände) und wenn erst alles verspannt ist, dann sieht man es auch nur, wenn man einen Blick dafür hat. In jedem Fall konnte ich meinen Antennendraht, gespannt durch eine 8m lange Angelrute, so aufhängen, dass nichts und niemand dadurch behindert würde. Dann das kleine Kurzwellenfunkgerät samt Zubehör auf den Balkontisch gebaut und verkabelt und los ging’s. Alle Bänder bekomme ich in Resonanz und morgen Abend lauert dann die Conveniat-Runde auf mein Signal (Conveniat, das sind Funkamateure im kirchlichen Dienst).