Neusprech – krass korrekt!

Sprache verändert sich. Das war schon immer so. Man muss nur mal die evangelischen Gesangbücher der letzten hundert Jahre aufschlagen und wird es sofort bemerken.

Normalerweise erfolgt dann – natürlich von zuständigen Gremien – eine dudenfähige Anpassung, die nach und nach in neue Druckerzeugnisse übernommen wird. Nicht jeder Mist, jedes neue Jugendwort mit der Halbwertzeit eines nassen Sommers wird dabei übernommen. Glücklicherweise. So war es bisher. Das Volk veränderte die Sprache und die Oberen kamen mit zeitlicher Verzögerung in ihren Lehrbüchern langsam nach.

Heute ist es anders. Da wird Sprache „von oben“ korrigiert nach unten durchgereicht. Film, Presse und Fernsehen, vor allem der ÖRR, ganz vorne weg. Man will ja erstens „progressiv“ sein und zweitens zu den moralisch „Sauberen“ gehören, denen schon immer die Lippen versagten, wenn sie im Restaurant einst ein „Zigeunerschnitzel“ bestellten und zum Nachtisch einen „Mohrenkopf“ . Voll in die Wicken geriet die Deutsche Sprache aber erst, als „frau“ ihre verbale Unterdrückung in der alleinigen Nutzung der vermeintlich maskulinen Form entdeckte und brandmarkte. Seitdem wird gegendert, was das Zeug hält. Texte werden unlesbar, hören sich an wie einst die Stellenanzeigen, alle Lyrik und Sprachkunst ist den Bach runter, aber es ist politisch korrekt. Darauf kommt es heute an.

Sprache wird von oben befohlen, nicht mehr von unten, vom Volk, entwickelt. Ein paar krasse Auffälligkeiten will ich hier kopfschüttelnd erwähnen. Eines aber garantiere ich für meine Sprache: