„Klappnasenbolzen“

Nein, das ist kein zwischenmenschliches Schimpfwort! Obwohl, wenn ich einen Moment darüber nachdenke, mit was für ungewöhnlichen Menschen ich es in meinem langen Leben schon zu tun bekommen habe, dann wären da gewiss auch ein paar „Klappnasenbolzen“ darunter gewesen.

Der Fachbegriff beschreibt aber vielmehr einen Ersatz für eine Schraube, besser eine Sicherungsschraube, die mit einer Mutter nach dem Durchstecken am anderen Ende gesichert werden müsste. Besser mit zweien, die gekontert werden. Oder mit Sprengring, damit die Mutter sich nicht durch Vibrationen lösen kann.




Alles prima, aber wenn man regelmäßig eine Verbindung lösen muss, ohne dass man dazu viel Werkzeug braucht, das einem weit vorn am Bug auch immer tendenziell ins Wasser fallen will, dann muss eine praktische Lösung her: Der Klappnasenbolzen eben. Ein Stift mit einer Klappnase. Die macht man grade, um ihn durchzustecken und klappt sie dann zur Sicherung um. So die Theorie. Und ich versuche das jetzt auch beim Vorstag der Brise. Das muss ich ja zum Mastlegen immer lösen und die bisherige Schraube mit Mutter ist schon die dritte, weil die Vorgängerinnen immer mittels Erdanziehung ins Wasser gefallen sind. Schaumermal. Auf alle Fälle muss man den Bolzen im Auge behalten, ob er sich nicht vielleicht doch mal von alleine aufklappen könnte und dann der Mast ungewollt zum Blitzklappmast werden könnte…

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Kommodore

Segler im Wattenmeer seit sechs Jahrzehnten. Ausbilder für Sportbootführerscheine und Seefunkzeugnisse. Begeisterter Fan von Schlickhäfen und Wattenprielen, Wattwürmern, Flundern und Granat.

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