28.4.26  Kurz durchschnaufen…

28.4.26 Kurz durchschnaufen…

…und dann wieder die Merkliste für Freitag führen.

Durchschnaufen, weil ich am Wochenende sechsundreißig Kandidaten für Sportbootführerschein See das Bootfahren für die Prüfungsfahrt beigebracht und am Sonntag dann mit dem Prüfer zusammen die Prüfungen gefahren habe. Alle Kandidaten haben bestanden, und ich hab einen Sonnenbrand. Jetzt ist das Kurs-Frühjahrsprogramm erfolgreich vollendet worden und ich kann mich um meine BRISE-Programm kümmern. Der neue Schlafsack ist bereits an Bord, die Kamera habe ich auch gepackt samt Ersatzakku. Vielleicht treibe ich im Baumarkt noch eine kleine provisorisch zu nutzende Plane auf, die über den Großbaum in Höhe des Niederganges gespannt wird. Dann kann man offen lassen und ist vor Regen und Sonne geschützt. Später soll das dann mal eine passende Plane aus passendem Material werden, aber bis Freitag kriege ich das nicht mehr hin.

„Mal eben“ zum Boot – das mache ich täglich. Und irgendwas ist immer. So auch heute Nachmittag: Im Ankerkasten war der Wasserablauf dicht. Die Leinen schwammen. Eben durchgepiekst und schon lief es wieder ab. Dann die Rollfock noch mal getestet – mit Fockschot. Und siehe da: ich hatte einen Denkfehler beim Aufziehen gemacht. Denn wenn man sie beim Aufziehen mit der Fockschot ausrollt, rollt gleichzeitig die Einroll-Leine unten in ihr Gehäuse. Das muss dann so passen, dass man beim Einrollen noch zwei, drei Umdrehungen auf der Trommel hat, wenn die Fock wieder „drin“ ist. Hat sie jetzt. Und dann nervte mich das 25m lange Landstromkabel und ich beschloss, noch ein kurzes von 10m Länge für den Steg zu konfektionieren. Also zum Baumarkt und Kabel und CEE-Stecker / Buchse besorgt. Ist nun auch fertig und bleibt dann immer am heimischen Liegeplatz beim Ablegen.

Bleiben noch ein paar Kleinigkeiten auf der Merkliste für Freitag, vom Schlafanzug (Luxus) bis zum Notebook, auf dem ich gerade tippe und vom Brot bis zum Alsterwasser. Einen kleinen Heißwasserbereiter für 230V habe ich auch noch besorgt – wenn Landstrom da ist. Damit spart man doch eine Menge Gas beim Teewasser. Also, noch mal kurz Durchschnaufen, überlegen und in die Liste schauen, und dann geht’s bald auch schon los…

  • Melchershütte am Pfingstsamstag

    Melchershütte ist einer der verbliebenen Gaststätten an der Hamme, an denen dereinst die Hundertschaften von Torfkahnfahrern mit „Jan von Moor“ an der Pinne anlegten. Meist auf dem Rückweg von Bremen, um vom Tor´f-Erlös ein paar Cent in Bier und Köhm umzuwandeln. Es war…

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  • Elektronik fortgesetzt

    (11.5.26) So, jetzt fehlt nur noch ein Netzwerkkabel (kommt morgen mit der Post) und dann ist das Netzwerk wieder komplett. Es sammelt dann die Daten vom Funkgerät, KP-27X -AIS TRX und Multifunktionsdisplay Simrad Go9 XMS und zeigt sie auf Letzterem dann an. Das…

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Moin tosamen!

Hier kannst du mit uns auf Reisen gehen. „Uns“? Ich darf „uns“ wohl erst mal vorstellen:

Kommodore und Bestmann nehmen Dich mit an Bord!

Der Skipper heißt mit richtigem Namen Holger. Der „Kommodore“ haftet ihm noch aus den Jahrzehnten als Jugendwart mit großer Jollenflotte an. Holger ist Skipper, Fotograf, Texter und Erschaffer dieser Webseite. Heute sagt man dazu wohl auch „Content Creator„. Sei’s drum. Wir bleiben lieber beim Deutsch.

Und unten, das ist Bestmann Werner. Ein Bestmann ist ja in der Seefahrt der Chef an Deck, was der Polier auf der Baustelle ist. Er kann auch mal den Chef vertreten, weiß, wie der (See-)Hase läuft und ist Meister im Ankerwurf.

Zu seinen speziellen Aufgaben gehört das Ausbringen der Fender vorm Anlegen, die er gekonnt mit Webeleinsteks sichert. Und er ist für Kochen und Abwasch zuständig, wenn denn mal an Bord gegessen wird. Und vor allem kräftigen Ostfriesentee muss er kochen können. Für den Skipper, den den rund um die Uhr braucht bei den zahllosen Stunden an Pinne und Schot.

Bordhunde hatten wir auch immer, aber leider sind sie inzwischen alle den Weg über den Regenbogen gegangen. Letztes Jahr unsere „Jette“, deren letzter Hafen noch einmal Rechtenfleth war. Nun soll es keine Hunde mehr geben, meint die bessere Hälfte vom Skipper und inzwischen hat auch er sich damit abgefunden. Und das, obwohl die „BRISE“ nun wieder eine „Hundekoje“ hat. Ob Bestmann Werner und der Kommodore mit den beiden schmalen Kojen klarkommen, das wird sich weisen…


„Kommodore“ Holger hat schon viele Boote gehabt und durchs Watt gesegelt. Seit rund sechzig Jahren. Viele Jollen, aber auch Jollenkreuzer, Kleinkreuzer, auch mal einen Motorsegler und zuletzt auch ein holländisches Plattbodenschiff vom Typ „Grundel“ und mit dem schönen Namen „Dralle Deern“. Die hat er jetzt aus mehreren Gründen weitergereicht: Zum einen gingen ihm die kompetenten Mitsegler aus und zum anderen wurde ihm selbst die mit reichlich Körpereinsatz zu segelnde „Dralle Deern“ zu anstrengend auf Dauer.Und da der Kommodore gelegentlich für rasche Entscheidungen und harte Schnitte bekannt ist, wurde am Ende der letzten Saison der Übergang auf Leisure 17 „Brise“ beschlossen. Von 8m auf 5m und von 5t auf 0,7t…